Programm

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04. - 13.10. | keine Vorstellungen
SO 14.10. | 18.00 Uhr
MO 15.10. | 18.15 Uhr
DI 16.10. | 18.15 Uhr
MI 17.10. | 18.15 Uhr

STYX

von WOLFGANG FISCHER / Deutschland

2018, 94 Min., Englisch, Deutsch | dt. + frz. UT

 

Offizielle Webseite:
http://www.trigon-film.org/de/movies/Styx

 


Berlinale Panorama 2018

Panorama Publikums-Preis, Silber
Preis der Oekumenischen Jury
Label Europa Cinema
Heiner-Carow-Preis

 

Filmkunstfest Schwerin

Grand Price of the Festival

Audience Award

Best Sounddesign

 

 

Eine Frau, eine Yacht, das Meer

Packende Reise in die Gegenwart

 

 

 

Rike ist eine erfolgreiche Ärztin. In ihrem dringend benötigten Urlaub will sie allein auf einer Segelyacht von Gibraltar nach Ascension im Atlantik reisen. Ihr Wunsch nach unbeschwerten Ferien scheint sich zu erfüllen, doch nach einem Sturm schlägt das Abenteuer in eine nicht gekannte Herausforderung um: In der Nähe ihres Schiffes entdeckt sie ein beschädigtes, hoffnungslos überladenes Flüchtlingsboot. Mit Rike sind wir schlagartig mitten drin.

 

 

 

Unser Alltag birgt Gefahren. Die 40-jährige Notfallärztin Rike wird mitten in der Nacht zu einem Autounfall gerufen und gibt alles, um den verletzten Fahrer zu retten. Wenig später belädt sie unter dem Affenfelsen von Gibralter eine gemietete Yacht, mit der sie auf Darwins Spuren nach Ascension segeln will, mit sich allein sein, auf sich gestellt und gefordert, den Frieden und die Ruhe geniessend auch. Sie sind eindrücklich, die Passagen mit dem Boot, die Kommunikation mit anderen Schiffen und dem Festland, das Meistern eines nächtlichen Sturms. Packend inszeniert von Wolfgang Fischer und glaubwürdig verkörpert von Suzanne Wolff, atemberaubend fotografiert von Benedict Neuenfels.

 



«Styx» ist zunächst ganz einfach ein toller Segelfilm über eine Frau, die weiss, was sie will und zupackt. Rike geniesst die Bewunderung des Personals auf einem Frachtschiff, das sich auf derselben Route bewegt, von den Funkpunkten am Festland wird sie begrüsst und begleitet. Bis zu dem Moment, in dem schlagartig eine ganz andere Realität in die des auf der Yacht eindrücklich präsenten nordwestlichen Wohlstands hereinbricht und die Idylle stört. In Rikes Sichtweite steht eine Schiff voller Flüchtlinge still. Hilfe ist angesagt, doch was kann die einzelne Frau auf der viel zu kleinen Yacht allein auf hoher See anstellen? Wir erleben die innere Zerrissenheit einer Ärztin, die helfen will, aber nichts tun kann, wir erfahren die Distanzierung der Anderen, die auf ihre Notrufe abweisend reagieren. Und wir haben schlagartig die schöne heile Welt mit dem Drama der Migration auf engem Raum zusammengebracht. Selten hat man dies im Kino fast wortlos und so verdichtet gesehen.


Walter Ruggle  |  trigon-film

 

 

 

«Eine eindringliche Studie über Souveränität und Hilflosigkeit, Schuld und Unvermögen. Die erste Hälfte des Films ist das Porträt einer starken Frau, allein im Atlantik, mit schöner Sicherheit und Souveränität gespielt von Susanne Wolff.» NZZ

«Styx ist unbedingt sehenswert!» FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

«Ein Weltdrama in der Nussschale. Der Film erzählt sehr glaubwürdig und sehr eindringlich, wie jemand, der sonst seine Handgriffe und Notfalltechniken beherrscht, plötzlich in die elendeste Hilflosigkeit abstürtzt.»  Züritipp

 

«Hauptdarstellerin Susanne Wolff schafft es allein durch ihre Mimik, die inneren Konflikte ihrer Figur sichtbar zu machen.» Aargauer Zeitung

 

«Styx ist der richtige Film zur rechten Zeit. Das Flüchtlingsdrama auf hoher See könnte nicht besser in die Zeit passen. Das Dilemma des Westens, gebündelt in einer gnadenlosen Überlebensgeschichte. Seine Kraft zieht der Film aus dem Spiel seiner Hauptdarstellerin Susanne Wolff, die als Solo-Seglerin Rike gewissermassen den Westen verkörpert, souverän und sexy.» Süddeutsche Zeitung

 

 

 

«Starkes Drama um eine Seglerin, die auf ein manövrierunfähiges Boot voller Flüchtlinge trifft, das zu sinken droht.» Annabelle

 

«Styx ist ein Actionfilm im elementarsten Sinn des Wortes: ungemein physisch und handlungsorientiert in seinem Fokus auf diese alleinige Hauptfigur.» WoZ

 

«Mit überzeugendem Plot und eindrücklichen Naturaufnahmen thematisiert Regisseur Wolfgang Fischer das Grauen, das sich auf dem Meer vor der Festung Europa abspielt. Das Kammerspiel auf See ist packend, aufwühlend und keine Minute zu lang. Und einer der wichtigsten Filme des Jahres.» Medientipp

 

«Styx ist mit seiner packenden Inszenierung, der Mischung aus quasidokumentarischer Nüchternheit und aufwühlendem Psychodrama, mit spektakulären Bildern, gedreht auf offener See, und mit seiner äusserst sparsamen Orchestrierung ein rundum grossartiger Film. Wolfgang Fischer zeigt in seinem vielfach preisgekrönten Spielfilm das Drama "solcher Fälle" von Flüchtlingssterben und unterlassener Hilfeleistung auf inhaltlich wie formal bestechende Weise.» Badische Zeitung

 

«In seinem Film Styx schickt der österreichische Regisseur Wolfgang Fischer eine Einhandseglerin auf eine Atlantik-Reise. Sie träumt vom Paradies. Und landet in der Hölle.» Die Zeit,

«Der hochaktuelle Kinofilm Styx wirft Fragen auf, denen auch der Zuschauer nicht entkommen kann.» MDR Kultur

 

«Styx ist ein grossartiger Film. Keine kunstvolle Parabel, die in ihrem eigenen Nabel bohrt, sondern ein grosses Stück Filmliteratur, das einem das Thema unsere Zeit so hautnah heranbringt, dass es fast schon schmerzt.» Uncut Movies

 

«Packend und puristisch: Wolfgang Fischers Drama Styx erzählt vom moralischen Dilemma einer Seglerin, die einem Flüchtlingsboot begegnet.» Tagesspiegel

 

«Eine präzise inszenierte Allegorie.» Filmdienst 

 

«Styx ist zunächst vor allem ein Abenteuerfilm. Gefilmt mit äusserster Präzision und mit höchster Kunst.« Kinozeit

 

«Styx ist ein künstlerisch herausragender und spannungsvoller Film. Er überzeugt die Ökumenische Jury mit der Geschichte einer guten Samariterin, die in sich ihrem Einsatz für Flüchtlinge als kompromisslos und zugleich klug erweist, und darin eine überzeugende Antwort gibt auf eine der grössten ethischen Herausforderungen unserer Zeit.» Jurybegründung Berlinale