Programm

>> zurück

04. - 13.10. | keine Vorstellungen
SO 14.10. | 14.30 Uhr
MI 17.10. | 14.30 Uhr
18.10. - 03.11. | keine Vorstellungen
04.11. | 14.30 Uhr
07.11. | 14.30 Uhr

YVETTE Z'GRAGGEN

von FRÉDÉRIC GONSETH / Schweiz

2016, 89 Min., Französisch | dt. UT

 

Offizielle Webseite:
https://cineworx.ch/movie/yvette-zgraggen-2/

 


Une femme au volant de sa vie

 

«Yvette Z’Graggen» erzählt die Geschichte dieser aussergewöhnlichen Schweizer Schriftstellerin.

 

 

 

Die Genfer Romancière war ihrer Zeit nicht nur als Autorin weit voraus, sondern nahm sich schon in den 1940er Jahren, was ihr die Schweizer Gesetzgebung noch für Jahrzehnte verwehren sollte:

 

Sie lebte autonom und emanzipiert! Die früh erwachsene Yvette Z’Graggen hatte zahlreiche Liebschaften, arbeitete als Journalistin und Radiomoderatorin, übersetzte Frisch und Schwarzenbach ins Französische und setzte sich als eine der ersten Frauen in der Schweiz hinter das Steuer ihres eigenen Autos.

 

 

 

Yvette Z’Graggen wurde am 31. März 1920 als Tochter eines Zahnarztes in Genf geboren. Mit 24 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten von 15 Romanen. Im Fokus hatten die Werke vor allem die Emanzipation der Frau, soziale Ungerechtigkeit und die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Z’Graggen wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2004 mit dem Prix Lipp. Neben ihrer Schriftstellertätigkeit war Z’Graggen jahrelang für das Internationale Rote Kreuz tätig. 1952 bis 1982 arbeitete sie als Übersetzerin und Mitarbeiterin von Radio Suisse Romande. Danach wirkte sie bis 1989 unter der Leitung von Benno Besson an der Comédie de Genève. Die meisten Werke von Z’Graggen wurden ins Deutsche übersetzt, etwa ihre sehr erfolgreichen autobiografischen Aufzeichnungen «Zeit der Liebe, Zeit des Zorns».

 

 

 

Wie ein Lachs den Fluss hinaufschwimmt, steigt die Schriftstellerin Yvette Z'Graggen den Lauf ihres Lebens hoch bis hin zur Quelle. Mit ihrem Feingefühl und ihrer Schreibwut brachte sie eine Thematik stets auf den Punkt und bewegte so mehrere Generationen von Frauen.

 

Die reich bebilderte Biographie von Dokumentarist Frédéric Gonseth geht vom letzten ausführlichen Interview mit Yvette Z’Graggen aus. Der Film, genauso wie die Schriftstellerin, wirft ein Schlaglicht auf die Schweiz im Kontext der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.